Ausbildungsprämie für Unternehmen zur Sicherung der dualen Ausbildung jetzt auf den Weg bringen

Nr. 17/2020

17. Mai 2020

Der Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung e.V. (BvLB) fordert gemeinsam mit dem Verband der Deutschen Realschullehrer (VDR) und der vbba - Gewerkschaft für Arbeit und Soziales die Politik auf, Ausbildungsprämien als Investition in die Zukunft an Unternehmen zu zahlen, die bisher als verlässliche Ausbildungspartner Verantwortung getragen haben, damit zusätzliche Ausbildungsstellen geschaffen werden und keine wegbrechen. „Die Auszubildenden von heute sind die Fachkräfte von morgen. Trotz Krise darf keine Fachkräftelücke entstehen, die die Wirtschaft in zwei, drei Jahren treffen würde“, sagen Joachim Maiß und Eugen Straubinger, BvLB-Vorsitzende, einstimmig.

Die Corona-Pandemie hat die globale Wirtschaft in eine Rezession geführt. „Allerdings darf die aktuelle Pandemie nicht darüber hinwegtäuschen, dass perspektivisch die Sicherung des Fachkräftebedarfs ein wesentlicher Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft bleiben wird. Ohnehin wird es schwer sein, die in den nächsten Jahren aus dem Erwerbsleben ausscheidende Baby-Boomer-Generation zu ersetzen. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen dürfte die nachhaltige Lösung der Personalfrage existentiell werden“, sagt Waldemar Dombrowski, der als Bundesvorsitzender der vbba alle Beschäftigtengruppen im Bereich der Bundesagentur für Arbeit und im Bereich der Jobcenter vertritt.

 

Für die Schulabgänger, die gerade ihren Real- und Hauptschulabschluss erfolgreich ablegen, macht Jürgen Böhm, Bundesvorsitzender des VDR, deutlich: „Gerade jetzt müsse es darum gehen, den jungen Menschen eine Perspektive zu bieten. Den Absolventen müssen ausreichend Ausbildungsplätze in der dualen Berufsausbildung angeboten werden. Der Bund ist jetzt aufgefordert, die Betriebe über eine Ausbildungsprämie gezielt zu unterstützen.“

 

Die duale Berufsausbildung ist ein Erfolgsmodell, um das Deutschland international beneidet wird, liegt doch seine Jugendarbeitslosigkeit bei uns weit unter dem OECD-Durchschnitt. Immerhin nehmen bisher mehr als die Hälfte der jungen Menschen in Deutschland ihren Weg in die berufliche Existenz über eine anerkannte berufliche Bildung. Die duale Berufsausbildung ist auch nach der Krise alternativlos, ist sie doch geradezu eine Bestandsgarantie für den Erfolg der deutschen Volkswirtschaft.

 

„Umso wichtiger ist es, die bestehenden Ausbildungsplätze in den Unternehmen zu sichern und eine verbindliche Übernahmeperspektive für die Auszubildenden, die gerade mitten in ihren Abschlussprüfungen stehen, zu geben.“, sagen Eugen Straubinger und Joachim Maiß, BvLB Bundesvorsitzende, unisono.

 

Die beruflichen Schulen ihrerseits haben als Ausbildungspartner der Betriebe krisenerprobte Konzepte und kreative Ideen, um einen zeitverzögerten Einstieg in die Ausbildung zu flankieren oder mit ergänzenden Bildungsangeboten Zeiten zu überbrücken.

 

Wir sind für die jungen Menschen verantwortlich: Ausbildung sichern heißt Zukunft sichern!

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